Kreativ - herzlich - unperfekt

fat_girl_goes_fit

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Heute startet endlich meine neue Blogreihe: Mein Weg. Ich möchte dir hier viele liebe Menschen vorstellen, die genau wie ich versuchen ihr Gewicht in die richtige Bahn zu lenken. 😉

Heute macht eine liebe Instagram Freundin den Anfang. Du kannst sie unter @fat_girl_goes_fit bei Instagram finden. Sie ist 28 Jahre und ist seit dem 02.01.2016 dabei fĂŒr ihre Traumfigur zu kĂ€mpfen. Ich selbst folge ihr sehr gerne und wir haben schon viele Kilos zusammen verabschiedet 😉 Sie ist der lebende Beweis, dass man es auch mit einem hohen Ausgangsgewicht schaffen kann. Anders als ich, nimmt sie mit der 30Gramm Fett Methode ab. Wie das funktioniert und wie ihr Start war, erzĂ€hlt sie besser selbst:

Ahoi ihr Lieben,

ich bin @fat_girl_goes_fit und ihr findet mich bei Instagram, wo ich – wie so viele andere auch – meinen Abnehmweg mit euch teile. Mein Start war der klassische Neujahrsvorsatz, dieses Jahr wird alles besser blabla (hĂ€tte ich geahnt, dass es so gut klappt, hĂ€tte ich sicher vorher schon mal NeujahrsvorsĂ€tze gehabt 😉 ) Nein, ganz im Ernst, ich habe am 2.1.16 mit einem unfassbaren Gewicht von 161,4 kg meine Abnahme gestartet. Ich war super motiviert und es hat einfach klick gemacht
 BULLSHIT – das wĂ€re sowas von gelogen. Denn genau so war es bei mir ganz und gar nicht. Ich war ĂŒberhaupt nicht motiviert, hatte keine Lust auf eine weitere Qual des Abnehmens, aber mein Mann meinte, dass wir (ja er hats auch nötig) unbedingt einen neuen Versuch starten sollten (mĂŒssten trifft da wohl eher zu). Eine Bekannte von uns hat mit der 30g Fett Methode viel abgenommen und hĂ€lt es auch. Wir haben diverse Stationen bereits kurzzeitig mehr oder weniger erfolgreich durch (Weight Watchers, Low Carb), aber so richtig kompatibel war es mit unserem Leben nicht. Jeder muss ja fĂŒr sein Leben die richtige Methode finden, den EINEN Weg gibt es nicht. Also sollte es dieses Mal die 30g Fett Methode sein. Man kann sofort starten, braucht kein teures Programm bezahlen, einlesen reicht, Stift und Papier und los geht’s. Man muss nur 3-4 Dinge beachten und das warÂŽs auch schon. Es ist keine Raketenwissenschaft, schmeckt super lecker und man kann dauerhaft mit der ErnĂ€hrungsumstellung leben. Aber nun dazu wie es kam, dass ich trotz nicht vorhandener Motivation in knapp einem Jahr 50,3 kg abgenommen habe.

Ich saß also im neuen Jahr 2016 da und stieß durch Zufall auf einen Artikel ĂŒber die WOOP-Methode von Frau Oettingen und wie man in vier Schritten seine Ziele erreicht. HA! Das wĂ€re ja alles zu schön um wahr zu sein, so las es sich auch als ich online die ersten Artikel darĂŒber fand, klang aber sehr plausibel und logisch.  Gut vier kleine Schritte in denen man sich selbst reflektiert, das kann man ja mal testen, schaden kann es nicht und mehr als scheitern kann nicht passieren. Nun saß ich da und habe die vier Schritte zu Papier gebracht, mein Verhalten und was mich bisher immer hat scheitern lassen reflektiert und basierend darauf dann den Wenn-dann-Plan der WOOP-Methode fĂŒr mich ausgearbeitet. Ein Notfallplan den ich abspule, wenn eine Situation eintritt, die mich in der Vergangenheit hat scheitern lassen und mich in alte ErnĂ€hrungs- und Verhaltensmuster fallen lĂ€sst. In den ersten Monaten habe ich mich krampfhaft an diesen Plan geklammert, habe die alternative Handlung (in meinem Fall habe ich dann gebastelt, wenn ich z.B. zu Hause Heißhunger auf SĂŒĂŸes hatte) gebetsmĂŒhlenartig abgespult, sobald eine der kritischen Situation eintrat. Nach einigen Monaten musste ich nicht mehr unbedingt basteln, weil ich mein Verhalten bereits komplett umgestellt habe und es völlig normal geworden ist in diesen Situationen nicht mehr zu essen.

Aber die Zeit bis zu diesem Punkt war mit Abstand die hĂ€rteste. Es war ein Kampf, tĂ€glich die neuen Verhaltensmuster einzuĂŒben, gegen all die Sachen anzukĂ€mpfen, die man in den letzten 27 Jahren gemacht hat. Kritische Situationen wo ich kurz davor war einzuknicken gab es aber nicht, nachdem ich voll auf Kurs war mit meinem Notfallplan der WOOP-Methode schien der Weg so viel einfacher, weil er mir Halt gegeben hat. Mit der Zeit wurde ich immer motivierter, weil ich einfach gesehen habe, dass ich es dieses Mal wirklich schaffen kann. Aufgeben stand plötzlich völlig außer Frage. Ich habe eine Motivation entwickelt aus der im Laufe der Zeit eine Disziplin wurde, die ich selber nicht von mir kannte. SĂŒĂŸes liegt bei uns im Schrank rum, ich bin auch auf Geburtstagen bei denen ich keine Ausnahme mache, das ist alles mal mehr oder weniger blöd, aber es ist nie so, dass ich denke „Ach komm, hey egal..heute gönne ich es mir“. Heute denke ich, dass „gönnen“ der falsche Ansatzpunkt ist, ich will mich ja nicht mit Sachen, die mich haben so fett werden lassen, belohnen. Klar mache ich auch Ausnahmen, diese aber nur alle 2-6 Wochen mal, wenn gesellschaftliche Verpflichtungen anstehen bei denen es sich absolut nicht vermeiden lĂ€sst, wie z.B. Hochzeiten. An solchen Tagen esse ich all das worauf ich gerade Lust habe, merke oft, dass ich vieles gar nicht mehr so gerne esse, weil mein Geschmackssinn sich auch drastisch geĂ€ndert hat, vieles ist mir plötzlich zu sĂŒĂŸ und ich freue mich auf den nĂ€chsten Tag, wo ich wieder ganz normal gesund esse.

Es gibt immer mal wieder Phasen, wo ich extremen Heißhunger auf SĂŒĂŸigkeiten oder generell permanent Hunger habe –  ich denke, das gehört aber dazu, eben genau diese Phasen auszuhalten. Sie sind nicht schön, ganz und gar nicht, die Zeiten sind hart, sehr hart, wenn sie teilweise ĂŒber mehrere Wochen gehen, aber Aufgeben ist niemals eine Option. Es hat sich so viel zum Positiven gewandelt. Viele liebe Menschen machen einem Komplimente, man fĂŒhlt sich einfach besser, vieles fĂ€llt einem leichter, man geht wieder gerne shoppen, kann Kleidung aussortieren, die einem zu groß geworden ist . Erst letztens wollte ich Klamotten testen, die ich seit Jahren aufbewahrt habe (die entweder noch nie oder nur mal zwei Wochen gepasst haben) in der Hoffnung, dass sie mit vielleicht jetzt passen. Sie waren alle zu GROSS! Was fĂŒr ein unfassbar tolles GefĂŒhl. Man kann die Beine ĂŒbereinanderschlagen, ich bin viel selbstbewusster geworden und kann zum Beispiel plötzlich einen Trenchcoat tragen (ich liebe Trenchcoats und wollte immer einen haben, stand mir nur nie). Nach zehn Monaten Abnahme (-41,7kg) habe ich mit Sport gestartet, da ich körperlich einige EinschrĂ€nkungen habe geht es nur eingeschrĂ€nkt. Ich mache Reha-Sport, Muskelaufbau im Oberkörper und Cardio soweit möglich. Seit 2,5 Monaten baue ich  nun Muskeln auf und nehme weiterhin ab, 2-4x die Woche gehe ich ins Fitnessstudio und genieße die Zeit sogar richtig, weil ich mir damit was Gutes tue.

Wenn mir das jemand im Januar 2016 erzĂ€hlt hĂ€tte – ich hĂ€tte es nicht geglaubt. Ich hoffe, dass es genau so weiter geht und ich euch vielleicht ein bisschen motivieren konnte  2017 zu EUREM Jahr zu machen.  Ich freue mich, wenn ihr Lust haben solltet mir und meinem noch langen Abnehmweg zu folgen.

 

Danke meine Liebe, dass du bei der Blogreihe mitgemacht hast. Ich wĂŒnsche dir von Herzen weiterhin viel Erfolg 🙂 Du rockst das!

Wenn du auch, bei meiner Blogreihe mitmachen möchtest, dann schreib mir doch einfach eine Mail oder kontaktiere mich bei facebook oder Instagram. Ich bin gespannt auf deine Geschichte!

 

Viele liebe GrĂŒĂŸe
NeLuMum

 



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