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Mit Papa zum Ballett

Mit Papa zum Ballett

Von ersten Berührungen, über verwirrte Kollegen bis hin zu möglichen Folgen für die Väter unter uns. Im folgenden Beitrag möchte ich euch meine Erlebnisse mit dieser für mich recht unbekannten Form des Tanzes näher bringen.

Unsere little Ne steht auf alles, was mit Prinzessinnen und Pferden zu tun hat. Bei dem Thema Prinzessinnen gibt es den ein oder anderen Barbie-Film in dem auch Ballett vorkommt. Daher war relativ früh klar, dass little Ne auch mal einen Ballett-Kurs besuchen wird. Für die Sommerferien haben wir also 3 Probetermine für die Tanzschule herausgesucht und little Ne gefragt, ob sie Ballett gerne ausprobieren möchte.

Keinen Monat später war sie dann endlich da. Die erste Probestunde Ballett und damit die bisher größte Herausforderung für mich. Nicht dass ich etwas gegen Ballett oder klassische Musik habe, ich kann mit dem Tanz einfach nicht sonderlich viel anfangen. Dazu kommt noch die Tatsache: Einmal die Tür zum Saal geöffnet und man(n) wird von rosa Wolken und Glitzer-Regenbögen erschlagen.

Kleiner Tipp am Rande: Kurz vor Feierabend in die Männerrunde zu rufen: „Ich geh dann jetzt zum Ballett“ sorgt wochenlang für Erheiterung und Kopfkino bei den Kollegen. Wenn man dann noch ein paar Tage später in den Raum wirft: „Ich bin dann mal ein Tutu kaufen“, ist für Gesprächsstoff gesorgt. 😀

Nach der dritten Probestunde kam dann die Frage aller Fragen: „Möchtest du denn weiterhin Ballett machen?“ Little Ne zögerte keine Sekunde und wir füllten umgehend ein Anmeldeformular aus. Die erste richtige Stunde war dann auch direkt wieder ein Tor in eine andere Welt. Da saß ich nun im Vorraum, little Ne zog sich die Schuhe an und um mich herum saßen oder tanzten nur rosa Tutu’s und deren Mütter. Viele kannten sich bereits und waren in Gespräche vertieft, so blieb mir dann nur der Blick auf mein Smartphone.

Mittlerweile haben wir schon vier Stunden hinter uns gebracht und der erste Auftritt hat auch schon stattgefunden. Nahezu perfekt einstudiert ist unser Mittwochnachmittag mittlerweile, und der Spruch „Hahn im Korb“ beschreibt die Situation im Warteraum während der Ballettstunde.  Für diese eine Stunde suche ich auch immer noch den passenden Zeitvertreib. Zuschauen dürfen wir Eltern bei den normalen Stunden nicht mehr, was das Zeit totschlagen noch mehr in den Vordergrund rückt.

Welche Folgen hat der Balletttanz auf mich als Vater? Nun, wir haben bedingt durch die frühe Uhrzeit der Ballettstunde unseren Wocheneinkauf auf den Mittwoch gelegt. Durch den Supermarkt mit einer Tochter im Tutu zu laufen zieht auch einige Blicke auf uns, aber da müssen wir durch 😉 Einfache Figuren aus dem Kinderballett zu kennen, kann eigentlich ja nicht schaden, sie mit little Ne zuhause nach zu tanzen, sorgt zumindest bei meiner Frau für ein Schmunzeln auf dem Gesicht.

Aber allein für den Spaß den unsere little Ne beim Tanzen selbst hat ist es jede Zeit wert. Und so werde ich mich auch weiterhin mittwochs in den Vorraum der Tanzschule setzen und darauf warten, dass unsere Tochter freudestrahlend zurück kommt. Vielleicht nehme ich zur nächsten Stunde einfach den Laptop mit und schreibe einen weiteren Beitrag.

Liebe Grüße,

der Phreak



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