Das erste Trimester

Ich mag die ersten Wochen einer Schwangerschaft nicht. Ich finde sie sogar richtig doof! Die ersten Wochen sollten doch von der Vorfreude geprägt sein, dass ein kleines Wesen in einem heranwächst. Bei mir waren sie geprägt von Angst und einer niederschmetternden Übelkeit.

Vom Hoch ins Tief

Die ersten Wochen meiner Schwangerschaft ging es mir wirklich hundsmiserabel. Ich habe die meiste Zeit im Bett verbracht, weil es der einzige Ort war, wo ich mich sicher gefühlt habe. Die Übelkeit war immer allgegenwärtig und ich habe kaum einen Schritt ohne meine Spuckschüssel getan. Ich war deprimiert und niedergeschmettert. Vor der Schwangerschaft ging es mir sehr gut, durch meine Abnahme habe mich fit und frei gefühlt. Zwei Wochen, nachdem ich den positiven Test in der Hand gehalten habe, fing die Übelkeit an und nichts schien zu helfen. Essenstipps, Ingwer, Zitrone, verschiedene Teesorten, nichts konnte die Übelkeit besänftigen. Beschäftigungen wie Handy (Instagram, facebook und co) sowie Fernsehen, machten es meist noch schlimmer. Also lag ich die meiste Zeit im Bett, wie ein Häufchen Elend und habe mich selbst bemitleidet und viele Tränchen vergossen. So habe ich mir den Anfang meiner Schwangerschaft nicht erträumt. Ich habe mich sehr schwer damit getan, meine gewonnene Power wieder komplett abgeben zu müssen. Ich sah diese fitten und fröhlichen Mamas, die mit einem Babybauch joggen und Sport treiben und ich fühlte mich wie eine Versagerin. Genau DAS hatte ich mir für meine Schwangerschaft gewünscht und nun musste ich mir eingestehen, dass dies nicht für mich galt.

Viel Angst und kaum Vorfreude

In meinen ersten beiden Schwangerschaften, haben wir die tolle Neuigkeit direkt bei unseren Verwandten und Bekannten herausposaunt. Wir waren Stolz, glücklich und konnten dieses Geheimnis nicht für uns behalten. Ich kann keinen genauen Grund nennen, warum  ich dieses Mal so eine furchtbare Angst hatte unser Baby zu verlieren. Die anfängliche Freude als ich den positiven Test in der Hand hielt, wurde immer kleiner und die Sorge dafür größer. Ich wollte unser Geheimnis klein halten. Also erzählten wir es nur meiner Mama und meiner Freundin, mit der Bitte es nicht weiter zu erzählen. Die positiven Reaktionen der beiden zu erleben war wirklich schön. Außerdem tat es gut, endlich mit jemanden reden zu können und sich keine Ausreden mehr einfallen lassen zu müssen, warum es mir schlecht ging. Dennoch blieb ein mulmiges Gefühl. Vermutlich habe ich mein gesundheitliches Befinden auf das Baby projiziert, wenn auch nur gedanklich. Wie konnte es unserem kleinen Wunder gut gehen, wenn es mir doch schlecht ging?!

Mein Gewicht im ersten Trimester

Während der ersten Wochen meiner Schwangerschaft habe ich trotz anhaltender Übelkeit 6 kg zugenommen. Ich muss gestehen, dass gesunde Ernährung überhaupt nicht auf meinem Speiseplan stand. Ich habe ausschließlich das gegessen, worauf ich gerade Appetit hatte. Von allem anderen hat mir schon der Geruch den Magen umgedreht.  Hinzu kam die mangelnde Bewegung und Wassereinlagerungen. Dass sich mein Gewicht so schnell wieder erhöhen würde, hatte mich überrascht. Natürlich war mir bewusst, dass ich während der Schwangerschaft mein Gewicht nicht halten konnte. Doch so schnell? So früh schon so viele Kilos mehr auf die Waage bringen? Ab der 11. Schwangerschaftswoche wurde es langsam wieder besser. Allerdings muss ich auch jetzt sagen, dass sich mein Wohlfühlgefühl auch im zweiten Trimester bisher nicht wieder zeigen möchte. Ich bin gespannt wie es weitergeht…. 😉

Liebe Grüße
NeLuMum

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Das erste Trimester

  1. Cindy

    Huhu Kerstin😘 Ich drücke dir die Daumen, dass du nicht allzu viel zunimmst. Bei meiner ersten Schwangerschaft waren es fast 30 kg von denen ich auch bis heute nicht alles weg habe. Das kommt davon wenn man aufhört zu rauchen, aufhört zu arbeiten und wassereinlagerungen hat😁.

    Liebe grüße

    1. nelumum Beitragsautor

      Huhu Cindy 🙂

      Danke dir fürs Däumchen drücken!!! Ich hätte selbst nicht erwartet, dass ich mich so schwer damit tue. Aber irgendwie ist es doch seltsam, wenn man sonst immer auf der Waage stand und ein Minus verbuchen durfte und nun ist es jede Woche ein Plus :-O

      Uiuiui 30kg. Ich glaube bei mir wird es nicht anders aussehen. Waren nach der Geburt denn direkt schon mehrere Kilos verschwunden?

      Drück Dich 🙂

  2. Berdien

    Oh Kerstin, das hört sich ja gar nicht schön an! Ich drücke dir feste die Daumen, dass das Wohlgefühl bald kommt und du die Schwangerschaft etwas genießen kannst. Das mit der Angst kenne ich von meiner dritten Schwangerschaft auch, man weiß vielleicht einfach mehr, hat mehr gehört und erfahren. Mach dir keine Sorgen, bestimmt wird alles gut und du hältst bald ein gesundes drittes Baby im Arm!

    Und wegen des Gewichts: Ich habe 3x zwischen 20 und 30 Kilo zugenommen (alle Kinder gesund, kein Diabetes, nix) und danach alles wieder ab. Momentan geht es darum, dass es dir einigermaßen gut geht und nicht, dass du nicht zu viel zunimmst. Die Zeit für`s Gewicht kommt wieder, jetzt ist dein Wohlbefinden an erster Stelle.

    Ich drücke dich aus der Ferne
    Berdien

    1. nelumum Beitragsautor

      Hallöchen 🙂

      Aktuell ist es ja zum Glück schon besser geworden! Dafür bin ich echt dankbar, aber dieses negative Gefühl möchte nicht so ganz verschwinden. Vermutlich hast du Recht, dass es daran liegt, dass man viel mehr mitbekommen hat. Da sieht man mal wieder, dass Wissen nicht immer nur positiv ist 😉 Vor jedem Arzttermin bin ich tierisch aufgeregt und hab ein mulmiges Gefühl. Wenn ich dann unser kleines Baby munter auf dem Bildschirm sehen kann, geht es mir schlagartig besser. Am liebsten hätte ich BabyTV jeden Tag 😀

      Wegen den Kilos: Da werde ich mich wohl einfach abfinden müssen. Es ist halt doch eine große Umstellung für mich. Allerdings weiß ich auch, dass ich nach der Schwangerschaft weiter abnehmen kann. Ich habe es einmal geschafft und ich werde es wieder schaffen 🙂

      Ganz liebe Grüße zurück!!! Drück dich und ich freue mich immer wenn du viiiiele Sonnenfotos von euch schickst bzw posest 😉

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